Archiv für Mai, 2008

Wenn ER nicht die LIEBE meines Lebens ist…

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert am Mai 11, 2008 von dieliez

…wer dann? Ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen… hey, es war sogar gestern. Als ich diese verlassene Wohnung betrat viel er mir sofort auf. Wie er so da saß und seine Unnahbarkeit auf mich wirken ließ, als hätte er sein Leben lang nichts anderes getan, wurde mir bewusst, dass er es ist. Ich war mir durchaus darüber im Klaren, dass seine Überheblichkeit nur eine Masche war, aber diese schien ja durchaus zu funktionieren.

Wir näherten uns ziemlich schnell an, da er sich sein Schienbein aufschlug und ich noch meine Krankenschwester (ebenfalls) Masche in petto hatte. Den Rest des Abends schienen wir unzertrennlich, nur gelegendlich nahmen wir kurze Auszeiten um die Sehnsucht nacheinander zu steigern. Es war perfekt, er wusste immer schon vorher was ich fragen wollte und ich kannte bereits seine Antworten, bevor er sie aussprach. Ich hielt dieses Wort bisher nie für angemessen, und hätte auch nie gedacht, dass ich es jemals in einem solchen Zusammenhang aussprechen werde, aber es kam mir trotzdem in den Sinn: Seelenverwandtschaft. Wenn man sich vll und ganz fallen lassen kann und nicht mehr darüber nachdenken muss was man sagt oder tut, weil man sich auf die Reaktion des Anderen verlassen kann. Wenn man es dennoch alle 5 Minuten schafft den Anderen zu überraschen, dann finde ich es doch angemessen. Genauso angemessen fand ich es dann auch ihn am ersten Abend mit zu mir zu nehmen. Auch wenn ich zum ersten Mal ernsthaft über eine Art längere Beziehung nachdachte, und Menschen die man am ersten Abend mit nimmt nie lange im Leben des Anderen verweilen, besaß ich doch das nötige Gefühl der Vertrautheit. Ich blicke optimistisch in die Zukunft… allein dieser Sommer wird großartig werden.

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… hier Bilder von gestern bzw. heut morgen…

Erkenntnisse des Tages…

Veröffentlicht in WE-Aktivitäten am Mai 9, 2008 von dieliez

Ja, ja, es war mal wieder ein äußerst auschlussreicher Tag. Ne, nicht wirklich, aber irgendwas muss ich ja mal wieder schreiben. Also, hier nun eine Liste der Dinge, die ich heute erkannt habe;

- Man bräuchte jeden Tag ne neue CD im Auto ( liebe Grüße an Bibo )

- die Diskussion ob Taxifahrer oder Mechaniker bessere Liebhaber sind ist    und bleibt Ergebnislos

- Seifenblasen verlieren niemals an Faszination

- Männer können nicht einfach einen Fernseher drehen, nein der Schrank muss verrückt oder die Wand umgebaut werden….

- ich bleibe länger auf der Motorhaube sitzen, als andere denken

- man kann auch einen Tag mit super Wetter verschlafen

- Bier mit Apfelgeschmack ist komisch

- man kann Bier super mit Orangensaftflaschen öffnen

- Ich bin sowohl ein „Arschkeks“ als auch ein „Vollpfosten“

- es gibt wirklich Leute die eine Tankstelle anfahren nur um ihre Scheiben zu waschen

- Kartenmischmaschinen bedürfen einer Mindestanzahl von Karten

und zuletzt :

- „Es ist egal was du bist, Hauptsache ist, es macht dich glücklich!“

Heute im Angebot: Veränderung (auch zum mitnehmen)

Veröffentlicht in WE-Aktivitäten am Mai 3, 2008 von dieliez

Es mag Leute geben, die sieben Jahre einen klinischen reinen Klosterboden mit einem Reisigbesen kehren, ebenso Leute, die wochenlang durch die Wüste laufen, alles um eine Art „Selbstfindung“ zu erreichen. Wo waren die denn alle, bevor sie sich selbst gefunden haben? Abgesehen von irgendwelchen Trips, bin ich der Meinung, dass man sein Leben in jeder Lage ändern kann. Manchmal mag es mehr oder weniger Gründe oder Anstöße dafür geben, aber dennoch mag jeder Tag das Potenzial zu haben der erste zu sein.  Die  Notwendigkeit einer  Veränderung ist zweifelsohne nicht immer  akut gegeben, doch  gibt es nicht immer irgendwelche Dinge, man möge sie auch Laster nennen, die es nicht Wert sind den nächsten Morgen zu überleben? Ohne irgendwelche pseudophilosophischen Definitionsansätze aufzuwerfen, ist es doch so, dass es sich ohne diese Laster/Lasten wesendlich freier/leichter lebt.

Heute reichte vielleicht ein sonniger Tag, gepaart mit einem Überschwall an überflüssigen Endorphinen aus um zusammen mit dem Verlust meines Skizzenbuches und weitausschlimmer mit dem schleichend manifesten Verlust vieler alter Freunde dazu führen, dass der Wunsch Drang nach Veränderung in mir empor stieg. Okay, zugegeben, Veränderungen scheinen von außen betrachtet bereits einen großen Teil meines Lebens zu bestimmen. Neue Frisuren, neue Ideen, neue Prioritäten, der andauernde Versuch mich jeder Verbindlichkeit zu entziehen, und wenn es sich nur um die Planung für das nächste Wochenende dreht – alles Anzeichen für den ständigen Wandel. Doch ist dies nicht eher eine Art Zirkulation, statt ein Voranschreiten?

So habe ich heute in meinem Eifer in drei Stunden bein komplettes Wohnzimmer gecleant (scheiß Anglizismen),  dass heißt ich habe alle Bilder abgehängt und alle Plakate und Poster abgenommen, bis sich das Blut unter meinen Fingernägeln dank der widerspenstigen Reiszwecken zu stauen scheinte. Zudem habe ich zwei Kartons gepackt, mit Erinnerungen, die nicht mehr allzu präsent seien sollten, mit Andenken an Menschen, die nicht mehr präsent seien werden, und mit Dingen die alles irgendwie blockieren. Ich bin kein Sektenkind und denek nicht, dass ich irgendwelchen Flüßen ihren lauf lassen sollte, keine Angst, aber kann es eine bessere Grundlage geben als eine Wand mit zehn leeren Nägeln? Eine Grundlage? Wofür? Na ja, muss ich zwangsläufig bei der Errichtung eines Fundamentes wissen, was ich darauf aufbaue? Hoffentlich nicht sonst mache ich wohl irgendwas falsch. Vielleicht wirkt der Raum hier jetzt etwas kalt, aber ich finde das irgendwie befreiend. Im Grunde sollte ich hier meine guten Vorsätze posten, einfach nur um den Druck der Erfüllung zu erhöhen, aber bei meinem aktuellen Enthusiasmus wird das wohl kein Problem darstellen.